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Mehr Leiharbeit bei Zalando

Erfurt, 16.2.2015 - Beim Onlinehändler Zalando in Erfurt arbeiten mehr Leiharbeitnehmer/innen als bisher bekannt. Bislang hatte das Unternehmen den Anteil der Leiharbeit mit acht Prozent angegeben. Auf Anfrage von MDR Thüringen erklärte das Unternehmen nun, der Anteil liege aufs Jahr gerechnet bei durchschnittlich 15 Prozent, in Spitzenzeiten sogar bei 25 Prozent. Es gebe aber auch Zeiten, in denen gar keine Leiharbeitnehmer/innen beschäftigt seien. Zudem würden Leiharbeitnehmer/innen immer wieder auch fest übernommen. Insgesamt sind bei Zalando in Erfurt ca. 2.000 Menschen beschäftigt.
 
Quelle: MDR

Wirtschaft und Union schießen gegen die geplanten Regeln für Werkverträge und Leiharbeit

Berlin, 2. Februar 2015 - Gegen die von der Bundesregierung geplante Regulierung von Werkverträgen und Leiharbeit regt sich Widerstand aus der Wirtschaft. Insbesondere der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) klagt, der deutschen Wirtschaft solle ein „wichtiges Flexibilisierungsinstrument“ genommen werden. „Rund sechs von zehn Zeitarbeitsfirmen“ sähen durch die geplanten Regelungen – eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und Equal Pay nach neun Monaten im Einsatzbetrieb – ein „Risiko für ihre Geschäftstätigkeit“, so der DIHK in einer Mitteilung von Ende Januar. Auch Werkverträge solle man „nicht pauschal schlechtreden“, schreibt der DIHK ohne weitere Begründung.

Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt: Mehr Leiharbeit für Erwerbslose

Halle, 21.1.2015 - Immer mehr Erwerbslose werden in Leiharbeitsstellen vermittelt. In Sachsen-Anhalt ist es jeder Fünfte, in Thüringen und Sachsen sieht es ähnlich aus. Doch Beschäftigung in der Leiharbeit ist oft nur von kurzer Dauer. Die Hälfte dieser Arbeitsverhältnisse ist schon nach drei Monaten wieder beendet. 25 Prozent der freien Stellen (13.600 von 51.700) waren im Jahr 2013 von Leiharbeitsfirmen gemeldet worden, erklärte die Landesarbeitsagentur Sachsen-Anhalt. In Sachsen waren es im selben Jahr 30 Prozent, in Thüringen sogar 40 Prozent. Entsprechend ist auch der Anteil derjenigen, die aus der Erwerbslosigkeit eine Beschäftigung in Leiharbeit aufnehmen, hoch. In allen drei Bundesländern liegt er bei knapp 20 Prozent, also fast einem Fünftel. Da knapp die Hälfte aller begonnenen Leiharbeitsverhältnisse nach spätestens drei Monaten wieder beendet ist, ist dieser Vermittlungserfolg äußerst zweifelhaft.