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Schlachthof: Vorgesetzte erpressen Leiharbeitnehmer/innen

Oldenburg, 3.11.2014 - Wieder macht Niedersachsens Fleischbranche Negativ-Schlagzeilen. Diesmal sollen zwei Vorgesetzte in einem Schlachtereibetrieb in Essen (Landkreis Cloppenburg) von ihnen unterstellten Werkvertragsabeiter/innen aus Osteuropa Geld erpresst haben. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat inzwischen Anklage gegen die 52 und 30 Jahre alten Männer – einer Schichtleiter und einen Vorarbeiter im Schlachthof – erhoben.
Wegen angeblicher Arbeitsverfehlungen sollen die beiden Männer von den Werkvertragler/innen Strafgelder zwischen 100 und 1.000 Euro verlangt haben. Die Gelder hätten die Männer bei der Barauszahlung am Monatsende einbehalten und anschließend untereinander aufgeteilt. Dabei hätten sie sich den fehlenden Kündigungsschutz der Osteuropäer/innen zunutze gemacht: Wer nicht zahlte, verlor seinen Job.

Amazon: 10.000 Saisonarbeitskräfte im Weihnachtsgeschäft

Düsseldorf, 30.10.2014 - Bei Amazon wird eingestellt, allerdings nur vorübergehend. Im Vorweihnachtsgeschäft sollen 10.000 Saisonkräfte die 9.000 festangestellten Beschäftigten des Konzerns unterstützen. Damit sind die Leiharbeitnehmer/innen bei Amazon bis Jahresende in der Überzahl.
Die vorweihnachtliche massive Aufstockung der Belegschaft mit Leiharbeitnehmer/innen hat System bei Amazon. Im vergangnen Jahr soll der Konzern sogar 14.000 Saisonarbeiter/innen angeheuert haben. Die Bezahlung für das Saisonpersonal liegt je nach Standort zwischen 9,75 und 10,62 Euro brutto pro Stunde. Im Februar 2013 hatte die ARD-Reportage „ausgeliefert“ auf die mitunter skandalösen Arbeitsbedingungen der Leiharbeitnehmer/innen im Weihnachtsgeschäft aufmerksam gemacht. Insbesondere die Schikane gegen südeuropäische Saisonarbeiter/innen und ihre Unterbringung in überteuerten und überfüllten Unterkünften empörten seinerzeit die Öffentlichkeit.

Leiharbeit in Sachsen-Anhalt auf dem Rückzug

Halle, 22. Oktober 2014 - Schon zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen in Sachsen-Anhalt zurückgegangen. 22.300 Menschen waren Ende 2013 für Personaldienstleister tätig – 24.700 waren es ein Jahr zuvor gewesen, Ende 2011 sogar 26.300.
Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit führt den Rückgang der Leiharbeit darauf zurück, dass Betriebe verstärkt Leiharbeitnehmer/innen übernähmen. Die höchste Quote weist in Sachsen-Anhalt die Metallerzeugung und –bearbeitung auf. In Unternehmen dieser Branche waren am Jahresende 5.000 Leiharbeitnehmer/innen tätig.