• leihweb 1100druck
  • leihweb 1100gesund
  • leihweb 1100handel
  • leihweb 1100medien
  • leihweb 1100muell

Leiharbeitnehmer/innen als Streikbrecher bei KiK

Bönen, 30.11.2014 - Seit Mitte November streiken 200 Beschäftigte beim Textildiscounter KiK für höhere Löhne. Das Unternehmen, das zum Tengelmannkonzern gehört, unterläuft den ver.di-Arbeitskampf in seinem Zentrallager in Bönen durch den Einsatz von Leiharbeitnehmer/innen. Der Welt am Sonntag sagte KiK-Geschäftsführer Burkhard Schültken, das Unternehmen greife, wie in Saisonspitzen, „auf die Hilfe von Personaldienstleistern zurück“. Die drei Leiharbeitsfirmen, mit denen die KiK GmbH zusammenarbeitet, sind allesamt nicht tarifgebunden. Nur deshalb ist der Einsatz überhaupt möglich. Die Tarifverträge, die der Deutsche Gewerkschaftsbund mit zahlreichen Unternehmen der Branche abgeschlossen hat, untersagen den Einsatz von Leiharbeit zum Streikbruch. Nicht tarifgebundene Unternehmen handeln zwar legal, wenn sie Leiharbeitnehmer/innen als Streikbrecher/innen einsetzen, allerdings nur wenn die Beschäftigten von dem Streik wissen. Sie können den Einsatz dann verweigern. Von diesem Recht machen allerdings die wenigsten Gebrauch – aus Angst, dann gar nicht mehr eingesetzt zu werden.
 
Quelle: Die Welt

Mercedes: Entlassung von 300 Leiharbeitnehmer/innen geplant

Wörth, 25.11.2014 - Mercedes-Benz plant die Entlassung von 300 Leiharbeitnehmer/innen in seinem Standort im südpfälzischen Wörth. Grund sei die zu geringe Auslastung des LKW-Werks mit insgesamt 12.000 Beschäftigten, erklärte der Betriebsrat. Man hoffe aber, dass die entlassenen Leiharbeitnehmer/innen bei besserer Auftragslage ins Unternehmen zurückkehren könnten.
 
Quelle: SWR

Schlachthof: Vorgesetzte erpressen Leiharbeitnehmer/innen

Oldenburg, 3.11.2014 - Wieder macht Niedersachsens Fleischbranche Negativ-Schlagzeilen. Diesmal sollen zwei Vorgesetzte in einem Schlachtereibetrieb in Essen (Landkreis Cloppenburg) von ihnen unterstellten Werkvertragsabeiter/innen aus Osteuropa Geld erpresst haben. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat inzwischen Anklage gegen die 52 und 30 Jahre alten Männer – einer Schichtleiter und einen Vorarbeiter im Schlachthof – erhoben.
Wegen angeblicher Arbeitsverfehlungen sollen die beiden Männer von den Werkvertragler/innen Strafgelder zwischen 100 und 1.000 Euro verlangt haben. Die Gelder hätten die Männer bei der Barauszahlung am Monatsende einbehalten und anschließend untereinander aufgeteilt. Dabei hätten sie sich den fehlenden Kündigungsschutz der Osteuropäer/innen zunutze gemacht: Wer nicht zahlte, verlor seinen Job.