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Mercedes: Abmahnungen wegen Arbeitsniederlegung

Bremen, 5.1.2015 - Nach spontanen Streiks im Bremer Mercedes-Werk haben 600 Beschäftigte kurz vor Silvester Abmahnungen erhalten. Die Arbeitsniederlegung der Nachtschicht Anfang Dezember hatte sich gegen die Ausweitung von Werkverträgen und Leiharbeit gerichtet. Im Rahmen eines Rationalisierungsprogramms beabsichtigt die Werksleitung, 140 Jobs im Logistikbereich an externe Dienstleister zu vergeben. Weitere Auslagerungen drohen. Zudem sollen mehr Leiharbeitnehmer/-innen eingestellt werden, während andere, langjährig im Werk beschäftigte Leiharbeitnehmer/-innen ihre Arbeit verlieren. Und die Zahl der Zusatzschichten soll steigen und damit die Belastung durch Samstagarbeit. Mehrmals gab es dagegen spontane Proteste im Werk, an denen sich laut Betriebsrat Gerwin Goldstein insgesamt 5.000 Beschäftigte beteiligten. In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember legten 1.300 Beschäftigte der Nachtschicht die Arbeit nieder, alle Bänder standen still. Auf diese Proteste, die außerhalb der Tarifverhandlungen und unabhängig von der IG Metall stattfanden, hat die Werksleitung mit Abmahnungen reagiert. 600 Beschäftigte sind betroffen, wie Betriebsratschef Michael Peters mitteilte. Außerdem suchte das Unternehmen in Einzelgesprächen nach den Verantwortlichen. Quellen: taz, http://taz.de/Gerwin-Goldstein-ueber-wilde-Streiks/!152436, Radio Bremen, http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/politikmercedesstreik100.html

Leiharbeitnehmer/innen als Streikbrecher bei KiK

Bönen, 30.11.2014 - Seit Mitte November streiken 200 Beschäftigte beim Textildiscounter KiK für höhere Löhne. Das Unternehmen, das zum Tengelmannkonzern gehört, unterläuft den ver.di-Arbeitskampf in seinem Zentrallager in Bönen durch den Einsatz von Leiharbeitnehmer/innen. Der Welt am Sonntag sagte KiK-Geschäftsführer Burkhard Schültken, das Unternehmen greife, wie in Saisonspitzen, „auf die Hilfe von Personaldienstleistern zurück“. Die drei Leiharbeitsfirmen, mit denen die KiK GmbH zusammenarbeitet, sind allesamt nicht tarifgebunden. Nur deshalb ist der Einsatz überhaupt möglich. Die Tarifverträge, die der Deutsche Gewerkschaftsbund mit zahlreichen Unternehmen der Branche abgeschlossen hat, untersagen den Einsatz von Leiharbeit zum Streikbruch. Nicht tarifgebundene Unternehmen handeln zwar legal, wenn sie Leiharbeitnehmer/innen als Streikbrecher/innen einsetzen, allerdings nur wenn die Beschäftigten von dem Streik wissen. Sie können den Einsatz dann verweigern. Von diesem Recht machen allerdings die wenigsten Gebrauch – aus Angst, dann gar nicht mehr eingesetzt zu werden.
 
Quelle: Die Welt

Mercedes: Entlassung von 300 Leiharbeitnehmer/innen geplant

Wörth, 25.11.2014 - Mercedes-Benz plant die Entlassung von 300 Leiharbeitnehmer/innen in seinem Standort im südpfälzischen Wörth. Grund sei die zu geringe Auslastung des LKW-Werks mit insgesamt 12.000 Beschäftigten, erklärte der Betriebsrat. Man hoffe aber, dass die entlassenen Leiharbeitnehmer/innen bei besserer Auftragslage ins Unternehmen zurückkehren könnten.
 
Quelle: SWR