• leihweb 1100druck
  • leihweb 1100gesund
  • leihweb 1100handel
  • leihweb 1100medien
  • leihweb 1100muell

Niedriger als erwartet: Nachzahlungen an die Sozialkassen

Berlin, 21. Oktober 2014 - Im Dezember 2010 sprach das Bundesarbeitsgericht (BAG) der christlichen Gewerkschaft CGZP die Tariffähigkeit ab und erklärte die von ihr vereinbarten Niedriglöhne mit Leiharbeitsfirmen für ungültig. Seitdem bemüht sich die Deutsche Rentenversicherung um die nachzuzahlenden Sozialversicherungsbeiträge. Bisher mit mäßigem Erfolg. Für Zehntausende Beschäftigte bei Leiharbeitsfirmen bedeutete das Urteil von 2010 einen unerwarteten Geldsegen. Denn weil die alten Niedriglohntarife mit dem Richterspruch ungültig waren, haben sie rückwirkend Anspruch auf die gleichen Löhne, die auch die Stammbelegschaft im Einsatzbetrieb erhielt. Allerdings müssen die Betroffenen diese vor Gericht einklagen.

Leiharbeit in Sachsen-Anhalt auf dem Rückzug

Halle, 22. Oktober 2014 - Schon zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen in Sachsen-Anhalt zurückgegangen. 22.300 Menschen waren Ende 2013 für Personaldienstleister tätig – 24.700 waren es ein Jahr zuvor gewesen, Ende 2011 sogar 26.300. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit führt den Rückgang der Leiharbeit darauf zurück, dass Betriebe verstärkt Leiharbeitnehmer/innen übernähmen. Die höchste Quote weist in Sachsen-Anhalt die Metallerzeugung und –bearbeitung auf. In Unternehmen dieser Branche waren am Jahresende 5.000 Leiharbeitnehmer/innen tätig.
 
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/zahl-der-leiharbeiter-in-sachsen-anhalt-ruecklaeufig,20641266,28791548.html

Prekär: ausländische Leiharbeitnehmer/innen in Berlin

Berlin, 20. Oktober 2014 - Die Leiharbeit in Berlin wächst, und ganz besonders steigt die Zahl ausländischer Leiharbeitnehmer/innen. Doch für die meisten heißt das: sehr viel Arbeit für sehr wenig Geld. 3.702 der etwa 31.000 Leiharbeitnehmer/innen, die Ende 2013 in Berlin arbeiteten, kamen aus dem Ausland. Damit wuchs die Zahl ausländischer Leiharbeitnehmer/innen in der deutschen Hauptstadt um 72 Prozent gegenüber Ende 2009. Insbesondere in der Berliner Tourismusbranche sind die Arbeitsbedingungen oft prekär. So würden Reinigungskräfte in Spanien oder Italien angeworben, um in Berliner Hotels zu arbeiten, sagt Helge Biering von ver.di. Doch die Versprechungen, mit denen sie bei der Anwerbung gelockt würden, seien meist meilenweit von den Arbeitsbedingungen entfernt, die sie in Berlin dann vorfinden. Von schlimmen Zuständen in der Hotelreinigung weiß auch der Berliner DGB zu berichten. Mitunter bekämen die Reinigungskräfte nur 50 Cent pro Zimmer, erklärte ein Sprecher.
 
Quelle: taz berlin