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Auch CDU-Sozialflügel kritisiert Koalitionspläne zur Leiharbeit

Berlin, 2. September 2014 - Die Große Koalition plant, dass Leiharbeitnehmer/innen künftig nach neun Monaten das Gleiche verdienen sollen wie ihre festangestellten Kolleg/innen. Die Pläne stoßen auf Kritik, weil nur ein geringer Teil der Leihbeschäftigten überhaupt so lang im entleihenden Betrieb tätig sind. Nun schloss sich der CDU-Arbeitnehmerflügel dieser Kritik an.
Christian Bäumer, Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) sagte dem Handelsblatt: „Wenn 56 Prozent der Leiharbeitsverhältnisse nach weniger als drei Monaten und beinahe drei Viertel nach neun Monaten beendet sind, geht die geplante Neun-Monatsfrist ins Leere.“ Leiharbeitnehmer/innen sollten nach einer angemessenen Einarbeitungszeit zu denselben Bedingungen beschäftigt werden wie die Stammbelegschaft, so Bäumer weiter, „spätestens nach drei Monaten“. Er kritisierte auch, dass Leiharbeitnehmer/innen im Schnitt deutlich weniger verdienten als Beschäftigte in Festanstellung.
 
Quelle: Handelsblatt

Bremen: Hauptstadt der Leiharbeit

Frankfurt, 28. August 2014 - Etwas weniger als drei Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland sind Leiharbeitnehmer/innen (Stand: Dezember 2013). Besonders hoch ist ihr Anteil in Bremen. Dort arbeiten mit 5,2 Prozent (15.846 Personen) fast doppelt so viele Menschen als Leiharbeiter/innen wie im Bundesvergleich. Auch in Hamburg und Thürigen (jeweils 3,7 Prozent) ist der Anteil der Leiharbeit hoch. Niedrig ist er in Brandenburg (2,1 Prozent), Schleswig-Holstein (2 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern (1,7 Prozent).
 
Quellen: faz.net

Weniger Leiharbeitnehmer/innen

Berlin, 27. August 2014 - Bereits im dritten Jahr in Folge ist die Leiharbeit auf dem Rückzug. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei hervorging, ist die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen von 871.726 im Dezember 2011 auf 814.580 gesunken.
Allerdings profitieren vor allem hochqualifizierte Leiharbeitnehmer/innen von dieser Entwicklung. Weil die Unternehmen Fachkräfte suchen, erhöhen sich ihre Chancen, von den entleihenden Betrieben übernommen zu werden. Das Leiharbeitsunternehmen Randstad, in Deutschland Marktführer der Branche, beobachtet, dass Firmen Leiharbeit immer häufiger als eine Art Probezeit für mögliche künftige fest angestellte Fachkräfte benutzen. Bei Geringqualifizierten Läge die Übernahmechance niedriger. Ob die Leiharbeit für Fachkräfte wirklich die von Randstad behauptete Brückenfunktion in Festanstellungen hat, geht aus der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Linkspartei indes nicht hervor.
Auch die Zahl der Leiharbeitsfirmen ging leicht zurück. Im Dezember 2013 gab es 17.746 in Deutschland tätige Personaldienstleiser, davon 97 mit Sitz im Ausland. Ein Jahr zuvor waren es noch 18.024 (davon 107 mit Sitz im Ausland) gewesen.