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Bremer Lürssen-Werft: Mindeststandards für Werkverträge

Bremen, 26.9.2014 - Bei der Bremer Lürssen-Werft haben Betriebsrat und Unternehmensführung eine Betriebsvereinbarung geschlossen, die Mindeststandards für Werkverträge festlegt. Darin werden die Vertragspartner der Werft zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns verpflichtet. Auch wolle sich das Unternehmen für „angemessene Unterkünfte“ bei länger eingesetzten Werkvertragnehmer/innen einsetzen. Auf Werkverträge verzichten wolle das Unternehmen aber nicht, erklärte Geschäftsführer Mark von Laer dem Weser Kurier. Auch der Betriebsratsvorsitzende der Werft, Harald Pötter, ist nicht grundsätzlich gegen Werkverträge. Sie hätten bislang nicht zum Wegfall regulärer Stellen geführt, sagte er. Im Gegenteil sei auch die Stammbelegschaft in den letzten Jahren gewachsen. Das Unternehmen, das sein Geld mit Militärschiffen und dem Bau von Luxus-Yachten verdient, hat mehr als 1.400 Mitarbeiter/innen und steht wirtschaftlich ausgesprochen gut da. Bis ins Jahr 2018 soll die Werft ausgelastet sein.
 
Quelle: Weser Kurier

Leiharbeit im Öffentlichen Dienst – Duisburg in der Kritik

Duisburg, 23.September 2014 - Die Stadt Duisburg steht in der Kritik. Der Grund: Die öffentliche Verwaltung lässt Aufgaben von Leiharbeitnehmer/innen erledigen – inzwischen sogar in der Kernverwaltung.

Kaum irgendwo sind bundesweit so viele Leiharbeitnehmer/innen im Öffentlichen Dienst beschäftigt wie in Duisburg. In den Wirtschaftsbetrieben der Stadt waren es zeitweise bis zu 200 (bei insgesamt 1.700 Beschäftigten). Die Personalverwaltung konnte die Zahl der oft schlechter bezahlten Leiharbeitnehmer/innen in der Zwischenzeit auf 30 herunterhandeln. Doch nun wurde bekannt, dass die Stadt – entgegen anderslautender Beteuerungen aus dem Rathaus – plant, Leiharbeitnehmer/innen auch in der Kernverwaltung einzusetzen, um offene Rechungen für Rettungsfahrten der Feuerwehr abzuarbeiten.

Werften: Jede/r dritte ist Leiharbeitnehmer/in

Bremen, 11.September 2014 - Die Betriebsräte norddeutscher Werften rechnen mit Einstellungen. Das ergab eine Umfrage der IG Metall unter Betriebsräten aus 40 Unternehmen. Die Zahl der Beschäftigten der Branche habe sich stabilisiert und könne sogar leicht wachsen. Insgesamt rund 100.000 Menschen arbeiten laut Umfrage auf Werften oder bei Zulieferern. Die Werften selbst beschäftigen knapp 24.000 Personen. Allerdings gehören nur zwei Drittel zur Stammbelegschaft. Die anderen sind Leiharbeitnehmer/innen oder arbeiten mit Werkverträgen. Die Betriebsräte warnen daher vor einem Missbrauch der Leiharbeit in der Branche.
 
Quelle: Radio Bremen