• leihweb 1100druck
  • leihweb 1100gesund
  • leihweb 1100handel
  • leihweb 1100medien
  • leihweb 1100muell

Leiharbeitnehmer/innen verdienen im Schnitt 1.700 Euro brutto

Berlin, 28.9.2015 – „Im Jahr 2013 lag das mittlere monatliche Bruttoentgelt in Betrieben mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Arbeitnehmerüberlassung bundesweit bei 1700 Euro“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf Fragen der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke. Zum Vergleich: Der monatliche Durchschnittslohn Vollzeit beschäftigter Arbeitnehmer/innen im produzierenden Gewerbe und im dienstleistungsbereich lag im Jahr 2013 bei 3.449 Euro brutto. Den vergleichsweise niedrigen Durchschnittsverdienst von 1.700 Euro erklärt die Bundesregierung damit, dass Helfertätigkeiten, die meist niedrig entlohnt sind, in der Leiharbeit deutlich überrepräsentiert seien. So liege ihr Anteil in der Leiharbeit bei 52 Prozent, während er in der übrigen Wirtschaft nur zwölf Prozent ausmache.

Leiharbeitsverband instrumentalisiert Flüchtlinge

Berlin, 18.9.2015 – Der Leiharbeitsverband iGZ versucht, Flüchtlinge für seine Interessen zu instrumentalisieren. In einem Brief an Kanzleramtsminister Peter Altmaier hatte iGZ-Geschäftsführer Werner Stolz vor Wochen dafür geworben, Flüchtlinge beschäftigten zu dürfen. Bislang dürfen Asylsuchende und Geduldete in den ersten vier Jahren ihres Aufenthalts keine Stelle in einem Leiharbeitsunternehmen annehmen. Am 6. September beschloss nun der Koalitionsausschuss der Bundesregierung, das Leiharbeitsverbot aufzuheben. Nun sollen Geflüchtete drei Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland auch in Leiharbeitsverhältnissen arbeiten dürfen – zum 1. November soll die Gesetzesänderung in Kraft treten. Dies ist sicher ein sinnvoller Schritt zur Integration von Asylsuchenden in den Arbeitsmarkt und zur Förderung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe. Doch darum scheint es der iGZ gar nicht zu gehen.

Leiharbeit und Werkverträge in deutschen Werften

Hamburg, 14.9.2015 – Die Betriebsräte der deutschen Werften sind in Alarmstimmung. Angesichts der schlechten Auftragslage und geplanter Umstrukturierungen in den Betrieben befürchten sie den Wegfall mehrerer Hundert Arbeitsplätze, wie eine Umfrage der IG Metall unter Betriebsrät/innen von 40 Werften ergab. Doch nicht nur drohende Entlassungen machen den Betriebsrät/innen zu schaffen, sondern auch der hohe Anteil der Leiharbeitnehmer/innen und per Werkverträgen Beschäftigten. Nur 61 Prozent der 25.700 in den befragten Unternehmen Beschäftigten haben eine Festanstellung.