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Leiharbeit in der Pflege für Niedriglohn

Berlin, 2.3.2015 - Leiharbeitnehmer/innen in Pflegeberufen verdienen fast 1.000 Euro weniger als ihre festangestellten Kolleg/innen. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (DIE LINKE) hervor.
Vollzeit beschäftigte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen verdienen durchschnittlich 2.047 Euro brutto pro Monat, sofern sie als Leiharbeitnehmer/innen eingestellt sind. Festangestellte erhalten in denselben Berufen bei gleicher Arbeitsbelastung 3.014 Euro. Mehr als 45 Prozent der Leiharbeitnehmer/innen erhalten sogar noch weniger. Ihr Monatslohn liegt unter der Niedriglohngrenze von 1.973 Euro. Noch schlechter verdienen Leiharbeitnehmer/innen in der Altenpflege. Hier liegt ihr monatlicher Durchschnittsverdienst bei 1.879 Euro brutto.
 

Mehr Leiharbeit bei Zalando

Erfurt, 16.2.2015 - Beim Onlinehändler Zalando in Erfurt arbeiten mehr Leiharbeitnehmer/innen als bisher bekannt. Bislang hatte das Unternehmen den Anteil der Leiharbeit mit acht Prozent angegeben. Auf Anfrage von MDR Thüringen erklärte das Unternehmen nun, der Anteil liege aufs Jahr gerechnet bei durchschnittlich 15 Prozent, in Spitzenzeiten sogar bei 25 Prozent. Es gebe aber auch Zeiten, in denen gar keine Leiharbeitnehmer/innen beschäftigt seien. Zudem würden Leiharbeitnehmer/innen immer wieder auch fest übernommen. Insgesamt sind bei Zalando in Erfurt ca. 2.000 Menschen beschäftigt.
 
Quelle: MDR

Wirtschaft und Union schießen gegen die geplanten Regeln für Werkverträge und Leiharbeit

Berlin, 2. Februar 2015 - Gegen die von der Bundesregierung geplante Regulierung von Werkverträgen und Leiharbeit regt sich Widerstand aus der Wirtschaft. Insbesondere der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) klagt, der deutschen Wirtschaft solle ein „wichtiges Flexibilisierungsinstrument“ genommen werden. „Rund sechs von zehn Zeitarbeitsfirmen“ sähen durch die geplanten Regelungen – eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und Equal Pay nach neun Monaten im Einsatzbetrieb – ein „Risiko für ihre Geschäftstätigkeit“, so der DIHK in einer Mitteilung von Ende Januar. Auch Werkverträge solle man „nicht pauschal schlechtreden“, schreibt der DIHK ohne weitere Begründung.