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VW-Skandal: Leiharbeitnehmer/innen müssen für Konzernversagen büßen

Wolfsburg, 18.10.2015 – Der Skandal um manipulierte Abgaswerte in Millionen Dieselfahrzeugen des VW-Konzerns droht nun, auch zum Horrorszenario für Beschäftigte zu werden. Vor allem Leiharbeitnehmer/innen könnten die Leidtragenden sein.

Bei Volkswagen droht Arbeitsplatzabbau. Am Wochenende erklärte der VW-Betriebsrat, der Vorstand diskutiere vor allem über eine Reduzierung der Leiharbeit. Damit korrigierte er eine Aussage von Anfang Oktober, nach derArbeitsplätze durch den Skandal nicht in Gefahr seien. Der Konzern selbst vermeidet bislang Festlegungen. „Zurzeit ist die Entwicklung der Absatz- und Beschäftigungssituation noch nicht absehbar“, sagte ein Sprecher. Allerdings räumte er ein, dass es eventuell zu Kurzarbeit kommen könnte. Der VW-Betriebsrat sprach sich gegen die Reduzierung der Leiharbeit und forderte, auch für Leiharbeitnehmer/innen solle es eine Kurzarbeitregelung geben. Weil das zur Zeit nicht möglich ist, prüft das Bundesarbeitsministerium nun die Ausweitung der Kurzarbeit auf Leiharbeitsverhältnisse. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 hatte es schon einmal eine solche Ausnahmeregelung gegeben.

Wie viele Leiharbeitnehmer/innen genau für VW arbeiten ist nicht bekannt, das Unternehmen macht hierzu keine Angaben. Schätzungen gehen aber für Deutschland von etwa 7.000 Leiharbeitsverhältnissen bei Volkswagen aus. Die meisten sind über die VW-Tochterfirma Autovision Zeitarbeit beschäftigt.