• leihweb 1100druck
  • leihweb 1100gesund
  • leihweb 1100handel
  • leihweb 1100medien
  • leihweb 1100muell

Mehr als 50 Prozent Leiharbeit und Werkverträge am Automobilstandort Leipzig

Leipzig, 2.3.2016 – Wenn CDU/CSU derzeit mit harten Bandagen gegen die Regulierung der Leiharbeit ankämpfen, dann geht es dabei auch um die Arbeits- und Ausbeutungsbedingungen in den zentralen Exportbranchen der deutschen Wirtschaft, zum Beispiel der Automobilindustrie. In der Automobilproduktion sind traditionell viele Leiharbeitnehmer/innen beschäftigt, viele Produktionsschritte werden per Werkvertrag an Zulieferfirmen vergeben. Die WirtschaftsWoche hat am Automobilstandort Leipzig recherchiert, wo BMW und Porsche seit Mitte der 2000er Jahre nicht nur neue Automodelle zusammenbauen, sondern auch besonders flexible Produktionsbedingungen erproben. Das Ergebnis der Recherche: „Die Leipziger Werke von BMW und Porsche verzeichnen mehr als 20 Prozent Werkverträge, über 30 Prozent Leiharbeit, einen ausgeprägten Niedriglohnsektor sowie einen hohen Anteil befristeter Arbeit. Nicht einmal die Hälfte der 18.500 Menschen, die in Leipzig Autos für BMW und Porsche bauen – 8.300 Beschäftige –, gehören zu den Stammbelegschaften.“ Und auch bei den Werkvertragsfirmen, deren Beschäftigte deutlich weniger verdienen als die Stammbelegschaften von BMW und Porsche, sind 14 bzw. 13 Prozent der Beschäftigten Leiharbeitnehmer/innen.