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AMP-Präsident Mumme schikaniert Leiharbeitnehmer/innen

AMP-Präsident Mumme schikaniert Leiharbeitnehmer/innen

Berlin, 30.11.2009 - Peter Mumme ist Präsident des Arbeitgeberverbandes Mittelständischer Personaldienstleiter (AMP) und Geschäftsführer der Mumme Personaldienstleistungen GmbH mit ca. 4000 Beschäftigten an 54 Standorten. Der Arbeitgeberfunktionär Mumme schließt Dumpingtarifverträge mit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP). Der Unternehmer Mumme schikaniert Teile seiner Belegschaft. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet in ihrer Wochenendausgabe vom 28./29. November, dass Leiharbeitnehmer/innen der Mumme GmbH, die beim Bau der Ostsee-Pipeline in Mukran eingesetzt sind, schriftlich aufgefordert wurden, "Krankenscheine (Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung) immer und ohne Ausnahme" im Firmenbüro abzugeben.

"Das nicht Einhalten dieser Anweisung muss unter Umständen als Fehlzeit bzw. unentschuldigtes Fehlen gewertet werden, was somit zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen kann", heißt es darin weiter. Ein Krankenschein per Post werde "zukünftig nicht mehr akzeptiert". "Als schlichtweg unzulässig" bewertet ver.di-Justiziarin Martina Trümner eine solche Anweisung. Ins Bild passen auch die Verhaltensregeln, die die Mitarbeiter/innen von Mumme unterschreiben müssen: Keine Privatgespräche während der Arbeitszeit.

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Petra Gerstenkorn dazu: "Arbeitnehmerrechte sind die Sache des Unternehmers Mumme, akzeptable Tarifverträge die Sache des Arbeitgeberfunktionärs Mumme nicht. Willkommen im alten Rom!"