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Wer hilft hier wem?
Mit dem Abschluß eines Tarifvertrages für LeiharbeiterInnen hat der DGB den LeiharbeiterInnen einen Bärendienst erwiesen. Letztendlich wird damit das unakzeptable Lohnniveau zementiert und anerkannt. Dann wird es als Erfolg verkauft und die Betroffenen sollen sich freuen, dass sie jetzt in die Tarifmaschinerie aufgenommen sind, die jährliche Verbessungen unterhalb der Teuerungsrate bringt. Ich halte das nicht für Interessensvertretung der Beschäftigten, sondern für Co-Management und Hilfeleistung für die Kapitalseite. Armutslöhne dürfen nicht akzeptiert werden. Nur wenn die Gewerkschaften für die am meisten Ausgebeuteten ihre Kraft in die Waagschale legen, haben sie das Recht, in ihrem Namen zu sprechen. Sonst gehen sie in die Mitverantwortung und werden zu einer zusätzlichen Bürde für die Leidtragenden der Lohnarbeit. Nur mit den Unternehmern "verhandeln" und dann sagen "es war leider nicht mehr drin" bedeutet Zerstörung des gewerkschaftlichen Grundprinzips. Wer nicht kämpft, kann nichts gewinnen! Ein Angriff auf eine(n) ist ein Angriff auf alle!