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Polnische Dumpingtarifverträge liegen in der Schublade

Polnische Dumpingtarifverträge liegen in der Schublade

Berlin, 02.11.2010 - Rechtsanwalt Thomasz Major leitet den polnischen Arbeitgeberverband für grenzüberschreitend tätige Leiharbeitsfirmen IPP. Er berichtet der "Berliner Zeitung", dass deutsche Leiharbeitsunternehmen im Hinblick auf die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai 2011 zunehmend Niederlassungen in Polen gründen. "Einige haben von polnischen Rechtsanwälten Firmentarifverträge aufsetzen lassen, in denen Dumping-Stundenlöhne von vier, fünf Euro stehen", sei ihm zugetragen worden. Major beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. "Neue Spieler kommen auf den Markt, die nicht nach den bisher geltenden Regeln spielen", befürchtet er. Deshalb plädiert er für einen Mindestlohn in Deutschland "wie fast überall in Europa".

Quelle: "Berliner Zeitung", 01.11.2010

 

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