Leiharbeit

Als Beschäftigter in Leiharbeit müssen Sie flexibel sein.
Trotzdem werden Sie schlechter bezahlt und Ihr Arbeitsplatz ist unsicher.
Warum dies so ist und was sich aus gewerkschaftlicher Sicht ändern muss, erfahren Sie hier.

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Leiharbeit im Organisationsbereich der ver.di

Leiharbeit im Organisationsbereich der ver.di

Traditionell galt die Leiharbeit eher als Phänomen des verarbeitenden Gewerbes in der Metall- und Elektroindustrie. Die Tertiärisierung erfasst - zeitverzögert zur übrigen Wirtschaft - aber in zunehmendem Maße auch den Leiharbeitsmarkt. Im Jahr 2007 waren 27 % aller Leiharbeitnehmer/innen im Dienstleistungsberufen beschäftigt. In der Zukunft wird dieser Anteil noch steigen.

Zum Vergleich: In Deutschland arbeiten über 70 % aller Beschäftigten im Dienstleistungsbereich. Aus diesem Grund belegt die obige Zahl auch, dass die Leiharbeit im Organisationsbereich der ver.di weniger stark verbreitet ist als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Dienstleistungsbereich verstärkt auf andere atypische Beschäftigungsformen wie z. B. Minijobs zurückgegriffen wird.

Verkehr/Nachrichten, unternehmensnahe Dienstleistungen, sonstige Private und Öffentliche Dienstleistungen sowie Handel/Reparatur sind die Schlüsselbranchen bei der Nutzung der Leiharbeit im Organisationsbereich der ver.di. Statistisch konnte nachgewiesen werden, dass sich im Organisationsbereich der ver.di die Leiharbeit weit unabhängiger und von saisonalen oder konjunkturellen Einflüssen entwickelt als im gesamtwirtschaftlichen Vergleich. Alarmierend ist der daraus resultierende Befund, dass im ver.di-Organisationsbereich Leiharbeit im Vergleich zu anderen Branchen eher als regulärer Bestandteil der betrieblichen Personalpolitik gehandhabt wird und reguläre Beschäftigung durch Leiharbeitsverhältnisse ersetzt wird.

Quelle: Saeed, S. (2009): Branchenanalyse Leiharbeit im Organisationsbereich von ver.di, Berlin.

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