Leiharbeit

Als Beschäftigter in Leiharbeit müssen Sie flexibel sein.
Trotzdem werden Sie schlechter bezahlt und Ihr Arbeitsplatz ist unsicher.
Warum dies so ist und was sich aus gewerkschaftlicher Sicht ändern muss, erfahren Sie hier.

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Belegschaft auf Zeit als Dauerzustand

impuls_grafik_2009_11_1Belegschaft auf Zeit als Dauerzustand -
Arbeitgeber, die reguläre Stellen durch Leiharbeit ersetzen, untergraben die Standards bei Arbeitsbedingungen und Löhnen.

Von 2002 bis 2008 hat sich die Zahl der Leiharbeitskräfte mehr als verdoppelt. Über 700.000 Menschen waren im Jahr 2008 in der Leiharbeit beschäftigt. In Folge der weltweiten Finanzkrise brach der Leiharbeitsmarkt dramatisch ein. Aktuell ist allerdings wieder eine Zunahme der Leiharbeit  zu beobachten. Nach neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren im Juni 2009 rund 609.000 Menschen in der Leiharbeit beschäftigt.

Früher wurden hauptsächlich vorübergehende Spitzen im Personalbedarf durch Leiharbeit gedeckt. Heute sind die Leiharbeitskräfte zur zweiten Belegschaft geworden. Die Einsatzzeiten steigen und ganze Arbeitsbereiche werden überwiegend durch Leiharbeit abgedeckt. Ein gutes Viertel der Betriebe ersetzt so feste Stellen. Das heißt, dass viele Leiharbeitnehmer/innen die Arbeit von regulär Angestellten leisten und dennoch allen Belastungen einer unsicheren Beschäftigung ausgesetzt sind: schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und eine unsichere Zukunft. Wird Leiharbeit zum festen Bestandteil im Unternehmen, werden auch die schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhne dauerhaft im Betrieb verankert.

Grafik, Quelle: böckler Impuls 11/2009

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