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Leiharbeiter und befristet Beschäftigte tragen besonders hohe Arbeitsmarkt-Risiken

Leiharbeiter und befristet Beschäftigte tragen besonders hohe Arbeitsmarkt-Risiken

Düsseldorf, 26.02.2009 - Leiharbeiter und befristet Beschäftigte tragen unter den so genannten atypisch Beschäftigten besonders hohe Arbeitsmarkt-Risiken: Sie bekommen weniger Geld, werden schneller arbeitslos und sind bei der Weiterbildung benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Dr. Hartmut Seifert und Wolfram Brehmer, Arbeitsmarktforscher am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Ohne bessere Regulierung wird sich vor allem die Situation der Leiharbeiter in der Krise noch drastisch verschärfen, warnen die Arbeitsmarktexperten.

Forscher Seifert hält bessere Regeln für unerlässlich, um Leiharbeitnehmer wenigstens etwas stärker abzusichern:

  • Phasen von Kurzarbeit sollten für Weiterbildung genutzt werden, um die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
  • Um die Chancen auf Arbeitslosengeld zu erhöhen, empfiehlt Seifert Mindestbeschäftigungszeiten und die Wiedereinführung des Synchronisationsverbots. Das untersagte bis 2004, den Arbeitsvertrag auf die Dauer des ersten Einsatzes in einem Entleihbetrieb zu begrenzen.
  • Auch ein existenzsichernder Mindestlohn würde die bestehenden Lohndifferenzen verringern und die soziale Lage bei Arbeitsplatzverlust verbessern, so Seifert. Noch sinnvoller ist aus Sicht des Wissenschaftlers eine Gleichstellung mit den regulär Beschäftigten im Entleihbetrieb.

Mehr Informationen und Infografik zum Download im Böckler Impuls 3/2009.

 

 

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