| Buchtipp: Leben ohne Mindestlohn - Arm wegen Arbeit |
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Buchtipp: Leben ohne Mindestlohn - Arm wegen Arbeit Berlin, 03.05.2011 - Armutslöhne sind in Deutschland weit verbreitet. In dem Buch "Leben ohne Mindestlohn - Arm wegen Arbeit" kommen nun die Menschen zu Wort, die als Niedriglöhner, Leiharbeiter oder Aufstocker mit wenig Geld überleben. Ungeschminkt berichten sie von kargen Löhnen, von der Erniedrigung, staatliche Hilfe beantragen zu müssen, dem unter Schwindsucht leidenden Bankkonto, miserablen Arbeitsbedingungen und Chefs, die ihnen das Gefühl geben, an den Armutslöhnen selbst schuld zu sein. Das Buch, herausgegeben von Günter Wallraff, dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, ist jedoch alles andere als ein Sammelband von traurigen Geschichten. Es zeigt den ungebrochenen Willen der Betroffenen nach Veränderung. Es ist Ermutigung und Hoffnung auf bessere Bedingungen. Und: Auch Arbeitgeber, die "aus Prinzip" anständige Löhne zahlen, machen sich für den Mindestlohn stark. Anschauliche Analysen sowie Zahlen und Fakten zeigen, warum im reichen Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit etwa 1, 4 Mio. Menschen darauf angewiesen sind, ihr Einkommen mit staatlichen Mitteln "aufzustocken". Und wie einfach es für private Firmen immer noch ist, am Lohn zu sparen. Die Folge: Von den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen wird verlangt, dass sie steuerfinanzierte Lohn-Zuschüsse für ihr (Über-)Leben beantragen. |